Jaja, ich weiß, ich weiß... Es ist lange her als ich mich das letzte Mal gemeldet habe. In dieser Zeit ist einiges passiert.
Ich kämpfte mich durch den kolumbianischen Regenwald (Tayrona Nationalpark) bis zur verlorenen Stadt hindurch. Bin dabei teilweise an meine körperlichen "Grenzen" gegangen und wurde nebenbei noch von Moskitos gedemütigt,Bastards!!!! 5 Tage - 50 km
The lost city track
Der erste Tag startete mit einer 2stündigen Jeepfahrt zum Tayrona Nationalpark. Mit zwölf „Mann“ in das Auto gepresst ging es auf steinigem Wege bis in den Nationalpark. Wegen der erst vor kurzem endenden Regenzeit gab es kleine Erdrutsche und die Straße war relativ uneben. Es passierte was einfach passieren musste. Wir steckten fest und bei unserem Versuch den Jeep wieder rauszuschieben platzte der Reifen. Deshalb musste unser armer Fahrer liegend im Matsch den Reifen wechseln. Nach ca. 30minütiger Schwerstarbeit für ihn, war es geschafft und wir konnten weiter bis zum Ausgangsort fahren. Dort wurden wir schon mit Mittagsessen empfangen. Ausgeruht und gestärkt gingen wir um ca. 14 Uhr los. An den letzten Häusern vorbei. Good bye Zivilisation!!! In praller Sonne steil bergauf und bergab erreichten wir nach 30 Minuten unsere erste Erfrischung, Baden im Fluss… Schweißtriefend und bereits außer Atem genossen wir Alle unsere erste und letzte Erfrischung des Tages. Mit neuen Kräften ging es weiter steil bergauf -, bergab und zwar den weiteren Tag. Als wir nach 3,5 Stunden in unserem ersten Camp ankamen wurde es schon dunkel und wir duschten im Taschenlampenlicht, bei bereits 15 Grad. Unser Essen war für die Campverhältnisse richtig gut. Es gibt kein Strom, alles auf offenem Feuer und das Essen wurde von Eseln zu den einzelnen Stationen gebracht (die Armen sahen teilweise sehr erschöpft aus)
Der Zeitplan der nächsten Tage sah in etwa so aus:
6.30 Uhr aufstehen (im Urlaub und dafür zahlen wir sogar). Pedro unser Tourguide musste alle Hängematten schwingen damit wir uns erbarmten aufzustehen…. Nach einem meist deftigen Frühstück liefen wir etwa 2h bergauf,- bergab, durchquerten Flussbetten, kletterten an Steilwänden entlang/ hinunter, entdeckten versteckte Wasserfälle, sprangen von Felsvorsprüngen, und stiegen knapp 1000 Stufen hinauf-, hinab um die verlorene Stadt zu finden… Aber jetzt können wir sagen „YES, WE FOUND THE LOST CITY"
San Blas Islands (Panama)
Während meines lost city tracks lernte ich vier nette Mädels kennen, (zwei aus Australien und zwei aus Irland) mit denen ich meinen restlichen Urlaub verbrachte. Wir reisten zusammen die Karibikküste bis nach Cartagena hinunter. Dort versuchten wir verzweifelt ein Segelschiff zu finden, dass uns nach Panama bringt. Aber wie das Leben immer so schön mitspielt haben wir durch Zufall ein holländisches Pärchen kennen gelernt die zwar ein Segelboot plus Capitän gefunden hatten, aber die Crew vermissten. Gesagt, getan.... Wir fünf Mädels mit einem Franzosen waren somit die Ausstehende Crew.... JAhuuu!!!! Unser Segelboot mit dem Capitän Henry gehörte einen reichen Kolumbianer, der in der Fernsehbronche arbeitet und das Boot nur drei Monate im Jahr benutzt. Deshalb darf Henry in den restlichen neun Monaten machen was er möchte um seinen Lebensstandard zu verbessern. Acht backpacker und unser lustiger Capitän Henry aus England segelten fünf Tage Richtung Panama auf einer ein Millionen Jacht.... Welcome in pardise!!!
Nach pausenloser Entspannung auf dem Meer zwischen Kolumbien und Panama, bei glasklarem Wasser mit eins A Schnorchelqualität und zumindest meistens strahlendem Sonnenschein.
In Panama angekommen rockten wir das Capital Panama city für einige Tage. Beim check in unseres Hostels wurde direkt auf dem Stadtplan ganz dick markiert wo man wann nicht sein sollte. Da das Hostel in der Altstadt war waren wir dort relativ sicher aufgehoben. Bewacht wie überall bei viel Tourismus mit Polizisten und ihren Maschinengewehren.
An einem Tag verirrten wir uns in die dick rot markierte Zone auf unsere Karte in der man um diese Uhrzeit nicht mehr sein sollte. Uns starrte Jeder an, als kämen wir vom Mars. Nun gut, Taschen sichern und nichts wie weg hier. In solche Situationen kamen wir leider öfters, dass wir zur falschen Zeit am falschen Ort waren. Wobei uns Allen Kolumbien gefährlicher vorkam als Panama. Lag vielleicht auch daran dass meine Mädels in Taganga Erfahrung mit einem bewaffneten Halbstarken machten und ich von einer Bordsteinschwalbe flüchten musste.
Nichts wie raus aus der Stadt!!! Mit dem Bus geht es auf die andere Seite des Landes zurück zur Karibikküste, nach Bocas del Toro. The place tob e for some weeks!!! Nach schrecklichen sieben Stunden Fahrt in einem 15 Grad kaltem Bus wurden wir unsanft von der Polizei geweckt, die unsere Ausweise checkten. Es ging mit dem Wassertaxi auf die Hauptinsel Colon von Bocas del Toro. Dort verbrachten wir zehn Tage mit Islandhoping, Fahrrad fahren, Boattrips, Strand und feiern. Dafür ist Bocas nämlich vor allem bekannt. Nach mittlerweile Wochenlanger Party mit den Mädels gönnte ich mir eine Auszeit in dem kleinen Bergdorf Boquete. Mein Plan war zu diesem Zeitpunkt von der Karibikküste bis nach Boquete zu fahren und von dort direkt nach Panama City, um dort mein letztes Wochenende zu verbringen. Doch nach einem tränenreichen Abschied von meinen Mädels und vier Liter Cranberry Saft später (Es war in den Bergen so kalt, ich hatte nicht einmal die richtige Kleidung dabei und bekam deshalb einenböse Blasenentzündung. Nach Einheimischer Empfehlung war Cranberry Juice die beste Medizin!), entschied ich mich gegen Panama City und für Bocas und meine Mädels. Wir rockten somit noch weitere vier Tage die Insel, bis ich letztendlich auf einer 48 h Reise zurück nach Deutschland kam.
Am Sonntag, den 20.2.2011 um an. 18 Uhr fuhr ich mit dem Wassertaxi zurück aufs Festland, mit dem Overnightbus bis nach Panama City, dort kam ich um 5 Uhr morgens natürlich wieder schlaflos an. Daraufhin gönnte ich mir ein Taxi zum Flughafen, nach dem ich verzweifelt einen Airportshuttle suchte. Nach weitere schlaflosen 3 h durfte ich für meinen Flug von Panama City nach Bogota einchecken. In Bogota angekommen vergingen weiter 2 h des Wartens vor der check in time. Die 8h Flugzeit bis nach Madrid vergingen natürlich wieder schlaflos, langsam war selbst das Warten anstrengend. Aber noch ein letztes Mal 3 h warten bis zur boardingtime für den Flug von Madrid nach Frankfurt. Welcome back in Germany!!!
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